Kandersteg in Kürze
Ohne Tourismus gäbe es kein Kandersteg! Schon vor hunderten Jahren liessen sich die ersten Passgänger in Kandersteg nieder, bevor sie über den Lötschberg- oder später dann den Gemmipass ins Wallis und weiter nach Italien reisten. Diese „Geschäftstouristen“ oder „Passtouristen“ transportierten so unterschiedliche Güter wie Gewürze und Wolle. Ab der Jahrhundertwende kam der Tourismus im heutigen Sinne dazu. Kandersteg wurde zu einem beliebten Sommer- sowie Winterferienort der Engländer und später auch anderer Gäste. Der Bau des Lötschbergtunnels trug viel zum Wachstum von Kandersteg bei. Heute sind schätzungsweise 80 bis 90 % der Bevölkerung direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig.
Touristisch interessante Themen kurz zusammengefasst:
Internationales Pfadfinderzentrum
Auch das int. Pfadfinderzentrum feiert 1998 ein grosses Jubiläum. Haben sich Lord Baden Powell und Walter Von Bonstätten doch vor 75 Jahren von der einmaligen Bergwelt begeistern lassen und nahe dem Portal zum Lötschbergtunnel brachliegendes Land erworben um das internationale Pfadfinderzentrum aufzubauen (einziges der Welt!). Alljährlich verbringen x Tausende von Pfadfindern aller Kontinente ihre Lager in Kandersteg, daher ist englisch auch die Haussprache. Zu Spitzenzeiten befinden sich weit über 1000 PfadfinderInnen im Zentrum. Die Gruppen profitieren von den unzähligen Möglichkeiten der phantastischen alpinen Landschaft (Klettern, Höhlenerkundigungen, Wandern, Gletschertraversierungen, Bergsteigen, Alpkäsereibesichtigungen, Biken, River Rafting, etc.).
Bergsteigerschule, SAC Hütten und Berggipfel
Als sich in Kandersteg zum ersten Mal ein Engländer dazu entschloss, einen vergletscherten Berggipfel zu erklimmen (Blümlisalp), fand man in ganzen Dorf nur einen mutigen, jungen Gesellen, der dem „Fremden“ den Weg zeigen, und ihn auf den Gipfel begleiten wollte - ein Ogi. Die Besteigung gelang ohne grosse Probleme und in Kandersteg war der Beruf des Bergführers geboren. Heute besteigen alljährlich Hunderte von Gästen mit gut ausgebildeten Bergführern die unzähligen Gipfel rund um Kandersteg.
Kandersteg hält wohl den Weltrekord an Berghütten (meist SAC) in seiner Region. Können doch nicht weniger als 8 Hütten auf Bergwanderwegen erreicht werden. Von den bekannten wie der Blümlisalphütte zu kleinen Bijoux wie der Doldenhorn- oder Balmhornhütte. Diese Hütten dienen dann den Bergsteigern als Ausgangspunkt für ihre Bergtouren zu den vielen Gipfel.
Wussten Sie, dass es in Kandersteg 25 ![]()
Naturlandschaft / Geologie
Die sehr naturbelassene Landschaft rund um Kandersteg wurde von Gletschern und Bergstürzen geformt und geschaffen. Über die letzten Jahrtausende bildeten sich so unter anderem tiefblaue Bergseen wie der Oeschinensee unterhalb des Blümlisalpmassives und der Blausee. Alte Gletschermoränen sind von prächtigen Bergwäldern überwachsen und mit dem Gasterntal besitzt Kandersteg eines der unberührtesten Bergtäler der Alpen überhaupt.
Dank umsichtiger Planung ist der Ort nicht zu einem einseitig ausgerichteten Wintersport-Mekka mit x Bergbahnen gewachsen. Dies danken uns die Gäste von heute. So geniessen heute 65% unserer Gäste die Naturlandschaft im Sommer und „nur“ 35% finden sich während der Wintermonate ein, im krassen Gegensatz zu den meisten Berg-Ferienorten im Alpenraum.
Gleitschirmfliegen
Kandersteg geniesst national und international als alpines Gleitschirmfluggebiet grosse Berühmtheit. Vor Ort gibt es zwei Flugschulen. Gestartet wird auf der Allmenalp und auf Oeschinen. Gleitschirmflieger stehen für Aufnahmen (Flug, Landung) gerne zur Verfügung.
